Frequently Asked Questions

oder: Fragen, die wir gerne vorab beantworten

„Ihr seid die Füllbar. Auf den Fotos sehe ich aber keine Barhocker. Muss man bei euch im Stehen trinken?“

Vorsicht, hier liegt ein Missverständnis vor. Auch wenn wir den Namen selbst gerne als Hauptwort, also „die Füllbar“, verwenden, handelt es sich eigentlich um ein Eigenschaftswort, nämlich „(nach-)füllbar“, weil man bei uns Putz- und Reinigungsmittel sowie Kosmetika nachfüllen kann. Wir führen zwar die ausgezeichneten „Kein-Gin“-Sorten von Unverschwendet, die gibt es aber nur in der Flasche und auch nur zum Mitnehmen.

„Wie funktioniert das Nachfüllen?“

Denkbar einfach. Du kommst mit deinem Gebinde, wir wiegen es, füllen ein, wiegen nochmal und du zahlst nur für das Gewicht des gekauften Produkts.

„Gibt es Vorgaben hinsichtlich der Gebinde?“

Absolut nicht. Ob Doppelliterflasche oder Ming-Vase – wir sind diskret und stellen keine Fragen. Nein, aber im Ernst: Wir haben schon von 100 ml-Flaschen für die Mitnahme im Flugzeug über große Gurkengläser bis zu 1,5 l-Flaschen alles befüllt. Wenn es für dich passt, soll es uns Recht sein. Aus gesetzlichen Gründen müssen wir mitgebrachte Gebinde aber mit einem Etikett versehen.

„Was ist der Vorteil der Nachfüllung?“

Abgesehen davon, dass du bei uns hochwertige Produkte bekommst, hauptsächlich das gute Gefühl nachhaltig gehandelt zu haben.

„Was hat das Nachfüllen mit der Nachhaltigkeit zu tun?“

Jedes Mal, wenn du bei uns etwas nachfüllst, sparst du eine Plastikflasche. Denke an all die Plastikflaschen, die du in den letzten Jahren genutzt hast. Selbst wenn du sie – wovon wir ausgehen – korrekt in der gelben Tonne entsorgt hast, ist das immer noch die zweitschlechteste Lösung. Statt eine Einwegverpackung zu recyceln, ist es besser sie gleich ganz zu vermeiden. Und genau das machst du beim Nachfüllen.

„Glaubt ihr wirklich, dass ihr mit ein paar Besen und Bürsten die Welt rettet?“

Es gibt sicher Menschen, die das Potenzial haben die Welt im Alleingang zu retten, indem sie zum Beispiel eine Methode entwickeln, sauber erzeugte Energie einfach und verlustfrei zu speichern. Hand aufs Herz – wir von der Füllbar werden das wohl nicht sein. Wir müssen uns daher auf das besinnen, was wir tun können. Nämlich einerseits unser persönliches Handeln auf eine nachhaltige Zukunft auszurichten und andererseits durch unser Wirken in der Füllbar dies auch anderen zu erleichtern. Große Veränderungen entstehen meist nicht dadurch, dass einzelne etwas Großes bewirken, sondern dadurch, dass viele Menschen sich und ihr Verhalten ein klein wenig verändern. Wer das nicht glaubt, kann seine Hand gerne in einen Ameisenhaufen stecken. Das ist jetzt nicht die ökologisch vertretbarere Variante von „Geh auf der Autobahn spielen“, sondern soll etwas verdeutlichen: Ameisen – zumindest die bei uns heimischen – sind keine furchterregende Tiere und der Biss einer einzelnen Ameise ist bestenfalls unangenehm. Weil Ameisen aber nicht herumlamentieren („China schützt das Klima aber auch nicht“, „Windräder sehen kacke aus“, „Wenn ich nicht täglich Fleisch esse, schrumpfen meine Hoden“ etc.), sondern sich in ihrer Gesamtheit mit ihren kleinen, unbedeutenden Bissen auf das Problem – in dem Fall die Hand – stürzen, steckt in Wirklichkeit niemand seine Hand in einen Ameisenhaufen. Also lieber Fragesteller: Das nächste Mal etwas weniger motschgern und etwas mehr wie eine Ameise denken – dann klappt es auch mit der Weltrettung.

„Wie passt da euer Auto mit Verbrennungsmotor dazu, ihr Klimahelden?“

Soweit es möglich ist, nutzen wir für unsere Auslieferungen und sonstigen Wege die Öffis oder E-Autos aus dem Carsharing. Diese Möglichkeiten stoßen leider manchmal an ihre Grenzen. In einer perfekten Welt hätten wir jetzt ein Fahrzeug, dass eine unerschöpfliche, saubere Energiequelle nutzt, wie zum Beispiel die heiße Luft aus den Reden populistischer Politiker. Das ist aber leider keine perfekte Welt (in der es aber eh auch keine populistischen Politiker gäbe – soviel zur unerschöpflichen Energiequelle) und deshalb sind auch wir wirtschaftlichen Zwängen unterworfen. Darum haben wir kein nagelneues E-Auto vor der Tür der Füllbar stehen, sondern nutzen manchmal ein bereits vorhandenes Auto mit Verbrennungsmotor. Das dadurch entstandene CO2 wird von uns hier kompensiert. Das ist natürlich keine perfekte Lösung, aber wir machen es einmal so bis die oben genannte Energiequelle erschlossen werden kann.